Einladung zu Rundem Tisch: An die Bundestagsabgeordneten: „Bin ich Antisemitin?“ Ein Anti-BDS Beschluss und dessen Konsequenzen für Israel, Palästina und Deutschland

                                                                

Zu einem runden Tisch laden die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost und der Arbeitskreis Geschichte sozialer Bewegungen Ost West ein.

An die Bundestagsabgeordneten: „Bin ich Antisemitin?“ Ein Anti-BDS Beschluss und dessen Konsequenzen für Israel, Palästina und Deutschland

Mittwoch, 26. Juni, 2019, 19:00 Uhr,

Haus der Demokratie und Menschenrechte, Robert-Havemann-Saal,

Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin

Unter der an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags gerichteten Frage: „Bin ich Antisemitin?“ veröffentlichte die israelische Autorin, Journalistin, Übersetzerin und Herausgeberin, Dr. Ilana Hammerman, in der israelischen Tageszeitung Ha`aretz ihre Antwort auf den am 17. 05. 2019 erfolgten Bundestagsbeschluss, der die BDS Bewegung mit Antisemitismus gleichsetzt (https://www.juedische-stimme.de/2019/05/30/ilana-hammerman-antwort-an-die-mitglieder-des-bundestags/).

Mit der Annahme des Antrags begrüßte der Bundestag, dass zahlreiche Gemeinden bereits beschlossen hätten, der BDS-Bewegung oder Gruppierungen, die Sanktionen gegen israelische Institutionen befürworten, die finanzielle Unterstützung und die Vergabe kommunaler Räumen zu verweigern. Projekte, die zum Boykott aufrufen oder die BDS-Bewegung unterstützen, dürften nicht finanziell gefördert werden.

Über die Bedeutung dieses Beschlusses für die Wahrnehmung des Rechts auf  freie Meinungsäußerung (Artikel 5 des Grundgesetzes) und für die Antisemitismus-Debatte sowie seinen Einfluss auf die Arbeit von Menschenrechtsorganisationen in Palästina/Israel, aber auch in Deutschland, diskutieren mit Dr. Ilana Hammerman,

Prof. Micha Brumlik, Erziehungswissenschaftler und Publizist, emeritierter Professor am Fachbereich Erziehungswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und ehemaliger Leiter des Fritz Bauer Instituts (2000-2005) sowie die Rechtsanwältin für deutsches und internationales Strafrecht  Nadija Samour, die Menschen aus der palästinensischen Community vertritt.

Den Abend wird der ehemalige TAZ-Redakteur, Journalist und Autor Daniel Bax moderieren.    


Video der letzten Veranstaltung:

„Die Deutschen wollen jetzt die besseren Juden sein!“

Am 26. Mai 2019 hatten Jüdische Stimmen für gerechten Frieden in Nahost aus Israel das Wort, die jetzt in Berlin leben. Sie verwarten sich entschieden gegen ihre Verleumdung als „Antisemiten“ durch deutsche und israelische Politik und bekräftigten ihre Kritik an der  israelischen Besatzungs- und Apartheidpolitik gegenüber den Palästinenser/innen.

Im überfüllten Robert-Havemann-Saal des Berliner Hauses der Demokratie und Menschenrechte sprachen Ruth Fruchtmann, Iris Hefets und Inna Michaeli über ihre jüdisch-israelische Erfahrungsgeschichte und die Gründe, sich gegen die israelische Staatspolitik gegenüber den Palästinenser/innen zu wehren.

Die vom AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West, der Internationalen Liga für Menschenrechte und der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte organisierte  Veranstaltung, die von verschiedenen politischen und Menschenrechtsorganisationen unterstützt wurde, kann in zwei Teilen unter folgenden Links angesehen und angehört werden.

Teil 1: https://www.youtube.com/embed/oe4CWiRNc0E

Teil 2: https://www.youtube.com/embed/X5n_5XxQKIk

Wer Kritik von Jüd/innen an israelischer Politik und deutscher Staatsraison im O-Ton und ohne Vorurteile kennen lernen möchte, sollte sich die Videos unbedingt anhören. Sie oder er wird bemerken, dass alle Vorwürfe gegen die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost auf Lügen und Verleumdungen beruhen.

AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West

 

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Letzte Veranstaltung

26. 05. 2019, 19 Uhr

Haus der Demokratie und Menschenrechte

Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin, Robert-Havemann- Saal

(Tram M4; Bus 142, 200 „Am Friedrichshain“)

 

Das Wort haben:

Jüdische Stimmen für gerechten Frieden in Nahost

                                              

Die Kritik an der Politik Israels gegenüber den Palästinenser*innen beantworten israelische Regierungen in den letzten Jahren verstärkt mit einer Kampagne, die darauf abzielt, diese Kritik durch den Vorwurf, sie sei antisemitisch, zu diskreditieren. Diese Verleumdungskampagne wird in Deutschland von der Regierung und vielen Vertreter*innen eines breiten politischen Spektrums von rechts bis links sowie von den Medien weitgehend unkritisch umgesetzt. Als die „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ im März dieses Jahres den Göttinger Friedenspreis erhielt, war sie heftigen Antisemitismusvorwürfen ausgesetzt. Der Zentralrat der Juden hatte versucht, diese Preisverleihung zu verhindern. Der „Bundesbeauftragte für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus“ empfahl, ein Gutachten einzuholen, ob die Mitglieder der Jüdischen Stimme – „allesamt Juden“, wie Iris Hefets in ihrer Rede anlässlich der Preisverleihung sagte – Antisemit*innen sind oder nicht. Was für eine Ungeheuerlichkeit! Wir wollen diesen Verleumdungen nicht widerspruchslos zusehen und ein politisches Zeichen setzen, indem wir Vertreterinnen der Jüdischen Stimme die Möglichkeit geben, uns die Entstehung ihrer kritischen Haltung bezüglich der israelischen Politik gegenüber den Palästinenser*innen aus ihren unterschiedlichen Erfahrungsgeschichten begreifbar zu machen. weiterlesen »

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