8. 11.: Nächste Veranstaltung zum 30. Jahrestag der Deutschen Demokratischen Revolution

1989: Woher – Wohin – Was bleibt?

Diskussion alternativer Linker (Mittel)Osteuropas über den Umbruch 1989 in Osteuropa und seine Bedeutung für linke Alternativen heute

Mit:

Tamás Krausz (Herausgeber »Eszmélet«, Budapest)

Przemysław Wielgosz (Le Monde diplomatique/edycia polska, Warschau)

Bernd Gehrke (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West, Berlin)

Moderation: Renate Hürtgen (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West, Berlin)

Wann: Freitag, 8. November 2019 , 19.00 – 22.00 Uhr

Wo: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Robert-Havemann-Saal, Greifswalder Str. 4

Seit vielen Jahren ist eine gemeinsame Diskussion der alternativen Linken der Länder des ehemaligen Ostblocks verstummt, obgleich es viele Gemeinsamkeiten ihrer Situation innerhalb Europas gab und gibt. Verbannt in die Peripherie verlängerter Werkbänke einer neoliberalen Europäischen Union, Verarmungs- und Abwanderungsprozessen ausgesetzt und mit dem Aufstieg autoritär-nationalistischer Bewegungen konfrontiert, ist es allerhöchste Zeit, wieder ins Gespräch zu kommen. Es gilt zu überlegen, ob es gemeinsame politische Initiativen der alternativen Linken (Mittel)Osteuropas geben kann.

In einer Diskussion zwischen ehemaligen und immer noch alternativen Linken aus Polen, Ungarn und DDR/Ostdeutschland sollen folgende Probleme diskutiert werden, Probleme, deren Diskussion nach dreißig Jahren u.a. erhellen soll, ob es auf alte Fragen neue Antworten gibt und welche neuen Fragen sich für emanzipatorische Linke stellen.

  1. Aus welchen Gesellschaften kamen wir und welchen Charakter hatte der Umbruch von 1989
  2. Welche Gemeinsamkeiten, welche Unterschiede kennzeichneten den Umbruch in den einzelnen Ländern des Ostblocks insgesamt?
  3. Wo stehen wir in unseren Ländern und Europa und welche Perspektiven zeichnen sich für alternative Linke in Osteuropa ab?
  4. Gibt es im Zeitalter der digitalen Revolution und der Klimakrise noch linke Alternativen, die an die vergangenen Diskussionen über einen Selbstverwaltungssozialismus anknüpfen können?

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Vorschau auf nächste Veranstaltungen:
19. 11: 30 Jahre nach dem Runden Tisch: Sejm-Wahlen und die politische Situation in Polen

Mit: Marek Jakubowski. Gemeinsame Veranstaltung mit der Gruppe Postkom

05.12.: Der „heiße Herbst“ 1969 in Italien (Buchvorstellung mit Dietmar Lange)

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Bisherige Veranstaltungen zum 30. jahrestag der Deutschen Demokratischen Revolution

Der rechte Osten?! Mythos oder Realität?

Wann: 2. Oktober 2019, 19 Uhr

Wo: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin, Robert-Havemann-Saal

Veranstaltung im Rahmen der Themenwoche zu 30 Jahre demokratische Revolution in der DDR „Keine Revolution ist auch keine Lösung!“

Die Ursachenforschung namentlich nach den Wahlen in Sachsen und Brandenburg für das gute Abschneiden der AfD hat derzeit Hochkonjunktur. In den offiziellen Medien rangieren einmal die Diktatur-Erfahrungen der DDR-Büger*innen auf Platz eins, einmal die der Massenarbeitslosigkeit in den 1990er Jahren, dann wieder das Dominanzverhalten des Westens gegenüber dem Osten, und dann sei es doch wohl die Demokratieunerfahrenheit der Ostdeutschen, die sie zu den Rechten treibe.

Wir wollen mit dem Soziologen Steffen Mau, Autor des Buches „Lütten Klein: Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft“ und Professor im Fachbereich Makrosoziologie der Humboldt-Universität Berlin, über die Ergebnisse seiner Forschungen diskutieren, die vielen Deutungsversuche hinterfragen und mit unterschiedlichen Herangehensweise den Gründen für die rechte Entwicklung im Osten nachgehen.

Es diskutieren: Steffen Mau, Renate Hürtgen und Bernd Gehrke (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West)

Veranstalter: AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West und Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

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Der Herbst 1989 – Über Anfang und Ende des emanzipatorischen Aufbruchs in der DDR

Veranstaltung im Rahmen der Themenwoche 30 Jahre demokratische Revolution in der DDR „Keine Revolution ist auch keine Lösung!“

Wann: 4. Oktober 2019, 18 Uhr bis 21 Uhr

Wo: Robert-Havemann-Saal

Der offiziöse Mainstream erklärt die Maueröffnung und die deutsche Einheit zum „eigentlichen Sinn“ und „Zweck“ der demokratischen Revolution. Viele – auch Linke – reduzieren Ostdeutschland seit ´89 auf eine rechte Entwicklung, die heute in Pegida endet. Warum sind ab September 1989 Hunderttausende auf die Straße gegangen, womit waren die Mehrheiten in der DDR besonders unzufrieden? Was wollten sie ändern und warum brauchte es dafür eine Revolution? Welche Rolle spielte die Opposition dabei? Welchen Charakter hatte die Revolution in der DDR 1989? Warum und wann schlug der Aufbruch in einen anti-emanzipatorischen, von Mehrheiten getragenen „Beitritt“ zur Bundesrepublik um? War die Revolution gegen die Diktatur des DDR-Regimes damit gescheitert? Wie ging es nach 1990 weiter? Wir geben einen Ausblick auf eine sich ausdifferenzierende ostdeutsche Gesellschaft, in der eine relevante Minderheit mit einer bis 1994 dauernden Streik- und Protestwelle massive Gegenwehr gegen die Treuhandpolitik leistete.

Workshop mit Bernd Gehrke, Renate Hürtgen (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West)

Veranstalter: Arbeitskreis Geschichte sozialer Bewegungen Ost West und Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

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Die Renaissance autoritären Denkens und Handelns in Ost- und Westdeutschland – Abschlussveranstaltung

Veranstaltungsreihe von Teilhabe e.V.

III. TEIL

Was ist „neu“ an den Neuen Rechten? Was hat es mit dem rechten Populismus auf sich?

Wann: Samstag, 12. Oktober 2019 um 15 Uhr

Wo: Mehringhof, Gneisenaustr. 2a (U-Bhf. Mehringdamm)

Aktuell wird viel über die Neuen Rechten und die rechtspopulistischen Bewegungen, über ihr Denken und strategisches Vorgehen geredet. Unklar bleibt dabei jedoch weitgehend, was an den Phänomenen wirklich neu ist bzw. ob nicht doch von neuen Faschisten gesprochen werden sollte. Oft mangelt es an einer differenzierten Sicht auf die politischen Gruppierungen, werden vorschnell unzulässige Verallgemeinerungen vorgenommen, die ein realistisches und klares Bild der Situation erschweren. „Alles nur Faschos im Osten“, „Alle Hartz IV‘ler wählen AfD“: diese und ähnliche bekannte Sprüche illustrieren die herrschenden Vorurteile.

Diesen Fragen und Problemen ist Teilhabe e.V. in einer Veranstaltungsreihe nachgegangen. Die rechten Parteien und politischen Gruppen sind dabei Ausdruck der Verhältnisse, ebenso wie der Widerstand gegen die Rechtsentwicklung.

In unserer Abschlussveranstaltung wollen wir die Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg auswerten. Dabei soll es nicht nur um die AFD gehen, ebenso um das Abschneiden der Partei die Linke. Wer hat wen warum gewählt oder aber auch nicht. Was bedeutet die immer noch hohe Zahl an Nichtwähler*innen? Ist die Linkspartei mit ihrer neuen Klassenpolitik gescheitert? Wie kann ein Zurückdrängen der AFD und in ihrem Windschatten von rechtsradikalen Hooligans sowie Neonazigruppen aussehen? Verstehen von „berechtigten Interessen“ oder „klare Kante zeigen“ gegen Rechts?

Mit:

Renate Hürtgen und Bernd Gehrke (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West)

Katja Barthold (Autorin in „Neue Klassenpolitik“)

Thilo Broschell (Teilhabe e.V.)

Veranstaltet von Teilhabe e.V. und AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West (https://teilhabe-berlin.de/)

Unterstützt von der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt

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Letzte Veranstaltungen

 Einladung zu Rundem Tisch: An die Bundestagsabgeordneten: „Bin ich Antisemitin?“ Ein Anti-BDS Beschluss und dessen Konsequenzen für Israel, Palästina und Deutschland

Zu einem runden Tisch laden die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost und der Arbeitskreis Geschichte sozialer Bewegungen Ost West ein.

An die Bundestagsabgeordneten: „Bin ich Antisemitin?“ Ein Anti-BDS Beschluss und dessen Konsequenzen für Israel, Palästina und Deutschland

Mittwoch, 26. Juni, 2019, 19:00 Uhr,

Haus der Demokratie und Menschenrechte, Robert-Havemann-Saal,

Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin

Unter der an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags gerichteten Frage: „Bin ich Antisemitin?“ veröffentlichte die israelische Autorin, Journalistin, Übersetzerin und Herausgeberin, Dr. Ilana Hammerman, in der israelischen Tageszeitung Ha`aretz ihre Antwort auf den am 17. 05. 2019 erfolgten Bundestagsbeschluss, der die BDS Bewegung mit Antisemitismus gleichsetzt (https://www.juedische-stimme.de/2019/05/30/ilana-hammerman-antwort-an-die-mitglieder-des-bundestags/).

Mit der Annahme des Antrags begrüßte der Bundestag, dass zahlreiche Gemeinden bereits beschlossen hätten, der BDS-Bewegung oder Gruppierungen, die Sanktionen gegen israelische Institutionen befürworten, die finanzielle Unterstützung und die Vergabe kommunaler Räumen zu verweigern. Projekte, die zum Boykott aufrufen oder die BDS-Bewegung unterstützen, dürften nicht finanziell gefördert werden.

Über die Bedeutung dieses Beschlusses für die Wahrnehmung des Rechts auf  freie Meinungsäußerung (Artikel 5 des Grundgesetzes) und für die Antisemitismus-Debatte sowie seinen Einfluss auf die Arbeit von Menschenrechtsorganisationen in Palästina/Israel, aber auch in Deutschland, diskutieren mit Dr. Ilana Hammerman,

Prof. Micha Brumlik, Erziehungswissenschaftler und Publizist, emeritierter Professor am Fachbereich Erziehungswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und ehemaliger Leiter des Fritz Bauer Instituts (2000-2005) sowie die Rechtsanwältin für deutsches und internationales Strafrecht  Nadija Samour, die Menschen aus der palästinensischen Community vertritt.

Den Abend wird der ehemalige TAZ-Redakteur, Journalist und Autor Daniel Bax moderieren.    


Video der letzten Veranstaltung:

„Die Deutschen wollen jetzt die besseren Juden sein!“

Am 26. Mai 2019 hatten Jüdische Stimmen für gerechten Frieden in Nahost aus Israel das Wort, die jetzt in Berlin leben. Sie verwarten sich entschieden gegen ihre Verleumdung als „Antisemiten“ durch deutsche und israelische Politik und bekräftigten ihre Kritik an der  israelischen Besatzungs- und Apartheidpolitik gegenüber den Palästinenser/innen. weiterlesen »

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