Nächste Veranstaltung: 17. April

Die Veranstaltung:

Frankreich im April 2019. Der Protest der Bewegung der Gelbwesten dauert an!

Wann: 17. April, 18 Uhr

Wo: Haus der Demokratie- und Menschenrechte, Robert-Havemann-Saal, Greifswalderstr. 4

Die Gelbwesten haben mit ihrem langandauernden sozialen Ungehorsam und ihren überraschenden Aktionen das Macron Regime verunsichert und den Polarisierungsprozess der französischen Gesellschaft vorangetrieben. Trotz brutaler Polizeigewalt, schwerster Verletzungen und verschärfter Kriminalisierung lassen die Gelbwesten nicht locker. Sie sind immer noch sichtbar und handlungsfähig. Inzwischen hat sich das Spektrum der politischen und sozialen Bewegungen erweitert: Die Frauenbewegung, die ökologische und die militante Gewerkschaftsbewegung stehen nicht mehr abseits. Auf der anderen Seite formiert sich die Macronie mehr und mehr zu einem autoritären Neoliberalismus, zu einer Demokratur. Gleichzeitig aber entfaltet sich der Demokratisierungsprozess in allen Bereichen der Gesellschaft.

Was wir in Deutschland kaum zur Kenntnis nehmen: Seit Wochen demonstrieren Zehntausende Algerier auch gegen „die Macht“ und für ein anderes politisches System; der Rücktritt von Präsident Bouteflika wird sie nicht zurückhalten, die Proteste fortzusetzen. Gibt es vergleichbare Forderungen und Organisationsformen in Frankreich und in Algerien?

Willi Hajek informiert über den neusten Stand der Bewegung in Frankreich.
Lila Boutaiba gibt einige Einblicke in die algerische Bewegung.

Moderation: Renate Hürtgen

Veranstalter: AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West/ Stiftung Haus der Demokratie

    

 

 

 


Letzte Veranstaltungen:

„Was ist los in Frankreich? Woher kommt die Bewegung der Gelbwesten? Und wie wird es weitergehen?“

Was ist los in Frankreich ? Woher kommt die Bewegung der Gelbwesten? Und wie wird es weitergehen? 

Datum: 8.2.2019

Ort: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin, Robert-Havemannsaal,

Zeit: 18 Uhr (Achtung, veränderte Anfangszeit!)

Frankreich wird bewegt von den Gelbwesten, aufgetaucht aus dem Nichts, überraschend für Gewerkschaften, die politischen Parteien und vor allem auch für die Linken. Landesweit mobilisieren sich Menschen gegen die Regierung und ihre Politik für die Reichen. Sie kritisieren in vielfältiger Weise die wachsende soziale Ungerechtigkeit, die Zunahme der Ungleichheit, die  Steuerpolitik zugunsten der Reichen und Superreichen – es gab noch nie soviel Milliardäre in Frankreich – die Korruptheit der politischen Klasse und des politischen Regimes der V. Republik. Viele in der Bewegung wollen den Rücktritt des neuen Sonnenkönigs Macron und eine andere, soziale Republik.

Seit dem 17. November blockieren die Gelbwesten die Zahlstellen an der Autobahn, besetzen Verkehrsknotenpunkte landesweit in Städten und Landkreisen und stören den Ablauf des kapitalistischen Normalbetriebs. Anders wie in den Maitagen 1968, werden die Stätten des Luxus auf den Champs Elysees besucht und  der arrogante und selbstherrliche Präsident beginnt Zugeständnisse an die Bewegung zu machen. Gleichzeitig aber werden die Protestierenden landesweit brutal verfolgt, verletzt, verurteilt und eingeknastet, um sie in die Knie zu zwingen und von weiteren Protestaktionen abzuhalten. Rundum – es formiert sich ein vorher unsichtbares aufständisches Volk, das beginnt, über eine andere Politik nachzudenken.

Wie ist diese Bewegung entstanden? Wer macht mit? Was wollen sie? Was macht die Dynamik dieser Bewegung aus? Diese und andere Fragen wollen wir mit Willi Hajek diskutieren, der uns als Akteur und Zeitzeuge einen Situationsbericht aus dem Land des Aufruhrs geben kann.

Willi Hajek, Marseille (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West)

Moderation: Renate Hürtgen (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West)

Wir zeigen „Die Versammlung der Versammlung“, ein 6-min.-Video über eine Versammlung der Gelbwesten in Commercy

Veranstalter: AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West und Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

—————-

Der Film stellt oberschlesische Arbeiter vor, die im Spanischen Bürgerkrieg gegen die Faschisten unter General Franco kämpften. Sie waren unterschiedlicher Weltanschauung, kamen aus unterschiedlichen politischen Formationen der Linken, ob als Anarchisten, Kommunisten oder Sozialisten. Und sie waren verschiedener Nationalität. Über sie und ihre Kämpfe an den verschiedenen Fronten des Spanischen Bürgerkriegs berichtet der Film.

Der Filmemacher Dariusz Zalega aus Katowice will – wie bereits in seinem ersten Film  „Rebellisches Schlesien“ – auch in seinem neuen Werk zeigen, dass die Arbeiter als Klasse und  nicht als Nation verbunden waren und über nationale Unterschiede hinweg gegen den Faschismus handelten. Der Film zeigt aber auch die dramatische Situation, die mit der  Unterstützung Francos durch den Faschismus in Deutschland und Italien, durch die „Nichteinmischung“ der „westlichen Demokratien,“ aber auch durch den mörderischen Einfluss Stalins entstanden war.

Auch mit seinem zweiten Film gelingt es Dariusz Zalega, mit einem Blick in die Geschichte  ein deutliches Zeichen  internationaler Solidarität der Arbeitenden gegen den Nationalismus der Gegenwart zu setzen.

Im Anschluss an den Film:

Diskussion mit dem Autor und Regisseur Dariusz Zalega aus Katowice über „Oberschlesische Arbeiter – geeint als Klasse wider die nationalistischen Tendenzen“

Moderation: Bernd Gehrke (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West)

Übersetzung: Norbert Kollenda („Sozialistische Zeitung“, Attac Berlin)

Eine Veranstaltung des AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West, unterstützt von der Gruppe Arbeiterpolitik, Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (Berlin), Internationale Sozialistische Organisation (Berlin)

Gefördert von der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt

Eintritt: 6,-; Studis: 5,-; Hartz IV: 4,- Euro

Werbeanzeigen