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100 Jahre Russische Revolution 07. November 2017

„Sozialistische Revolution im Zeichen von Fordismus und Amerikanismus? Eine Diskussion über den historischen  Stellenwert der russischen Revolution und ihre Bedeutung für eine linke Perspektive heute“

Dienstag, 07. 11., um 18 Uhr

Haus der Demokratie und Menschenrechte, Robert-Havemann-Saal (Greifswalder Str. 4)

Die Oktoberrevolution hat zweifellos das Antlitz des 20. Jahrhunderts geprägt. Der Sieg über den Hitlerfaschismus ist ohne die Sowjetunion so wenig denkbar wie die Zugeständnisse des Kapitals gegenüber den Arbeiterklassen des Westens oder der Schub antikolonialer und antiimperialistischer Kämpfe im Osten und Süden der Erde. Doch darf nicht übersehen werden, dass mit dem Aufstieg von Fordismus und Amerikanismus sowie dem sozialstaatlichen Regulierungsmodell der Kapitalismus einen enormen Entwicklungsschub erhielt, der die Untergangsprognosen des traditionellen Marxismus zur Farce werden ließen. Aber auch der sowjetische und osteuropäische Industrialisierungssprung war vom Leitbild einer fordistischen Fabrikgesellschaft geprägt, in der die abhängig Arbeitenden zu bloß Ausführenden in einem arbeitsteilig-hierarchischen System degradiert wurden, an dessen Spitze das parteistaatliche Kommandomonopol stand. weiterlesen »

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100 Jahre Russische Revolution 25. Oktober 2017

100 Jahre russische Revolution

Alle Macht den Sowjets“?

Oder: Weshalb endete die Massenbewegung in einer Parteidiktatur?

  Wann: 25. Oktober 2017, 19 Uhr

   Wo: Mehringhof, Veranstaltungsraum

(Gneisenaustr. 2a; U-Bahn. Mehrringdamm)

Am 25. Oktober 1917, nach Julianischem Kalender, ergriffen die Bolschewiki im Namen der Sowjets (Räte) in Russland die Macht. Befeindet nicht nur von den herrschenden Klassen Russlands und der kapitalistischen Welt, sondern als „Usurpatoren der Revolution“ auch kritisiert von einem Großteil der reformistischen wie radikalen Linken, behaupteten die Bolschewiki in einem blutigen Bürgerkrieg ihre Macht und bauten sie im Namen der „Diktatur des Proletariats“ und des „Kommunismus“ zu ihrer Parteidiktatur über die Sowjets aus. So bleibt der Oktoberumsturz bis heute auch in der Linken umstritten. Gleichwohl wurde die russische Revolution mit der Machtergreifung der Bolschewiki und deren Folgen trotz GULAG-System und eines schmählichen Endes zur das XX. Jahrhundert prägenden Herausforderung für die gesamte kapitalistische Welt. weiterlesen »

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Rebellisches Schlesien

Der AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West lädt ein:

Rebellisches Schlesien

Geschichten über soziale Kämpfe in Oberschlesien

Eine Geschichte ohne Ende

Am Dienstag, 12. April 19.00 Uhr

Lichtblick Kino

Kastanienallee 77, 10435 Berlin

Telefon:030 44058179

Autor: Dariusz Zalega/ Katowice 2015

Realisierung: OM Studio Filmowe

Producent: Grupa Twórcza OCOCHODZI

 

OmU/teils synchronisiert

Übersetzt und Bearbeitet: Norbert Kollenda

Sprecherin: Bibiana Malay

Ton: Mathias Ramson

60 Minuten

Die Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt hat die Realisierung des Filmes unterstützt

 

 

Dieser Film möchte einen vergessenen  Teil der Geschichte dieser Region nahe bringen. Diese Region war ein wichtiges Ballungszentrum der Arbeiterschaft in Europa, in dem  sowohl die  Polnische, Deutsche, Österreichische und Tschechische Geschichte aufeinandertraf.

 

Unsere Erzählung im Film beginnt mit den Aufständen der Häuer  – den ersten Bergleuten im 16. Jahrhundert und führen ihn weiter zu den Bauernaufständen Anfang des 19. Jahrhunderts, die ersten Streiks der Arbeiter im damaligen preußischen Schlesien, die Kämpfe von Arbeitern und Arbeitslosen

im polnischen Oberschlesien zwischen den beiden Weltkriegen und schließlich der Proteste aus der Zeit der „Volksrepublik“ Polen. Der Film endet mit dem Bericht über den Streik während der Privatisierung der Fiat-Autobauer in Tychy 1992, denn die Geschichte der sozialen Kämpfe ist eine Geschichte ohne Ende.

Dazu inspirierte uns Bertold Brecht mit den „Fragen eines lesenden Arbeiters“ sagt Dariusz Zalega.

 

Jeweils ein Lied leitet in eine Episode ein (OmU) und dann wird der geschichtliche Bezug in Deutsch erzählt.

 

Seite zum Film, auch deutsche Beiträge: www.zbuntowanyslask.eu

 

Die DVD kann bei Norbert Kollenda: norbert@europa-von-unten.org bestellt werden. Der Preis 10,-Euro + 2,-€ Versandgebühren(Ausland 4,-€). Den Reinerlös bekommt mit Einverständnis der Stiftung der Verein „Ocochodzi“, der den Film produziert hat und neue Projekte plant.

 

Moderation: Bernd Gehrke/Norbert Kollenda

 

***

 

11. Januar, 19 Uhr, Robert-Havemann-Saal, Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin

 Kahlschlag gegen einen „(Ost)Berliner Frühling“?

Das 11. Plenum des ZK der SED 1965 – Hintergründe und Auswirkungen auf den Geist der Rebellion in der DDR

Vor 50 Jahren, vom 16. bis zum 18. Dezember 1965 tagte das 11. Plenum des ZK der SED in Ostberlin. Nach dem bereits seit September 1965 zum Schlag gegen die „imperialistische Unkultur“ ausgeholt und Beatgruppen verboten worden waren, kam es auf dem 11. Plenum zu einer „Generalabrechnung“ mit der kritischen Intelligenzia und der rebellischen Jugendkultur. Eine Jahresproduktion von DEFA-Filmen, Büchern, Theaterstücken und Beatgruppen wurde verboten, Schriftsteller/innen geächtet und ihre Texte Jahre lang nicht gedruckt. Was waren Ursachen und Hintergründe für dieses Vorgehen? Immerhin konnten zuvor Robert Havemann kritische Vorlesungen an der Humboldt-Universität halten und Wolf Biermann kritische Lieder singen, Beatgruppen spielten allenthalben in den staatlichen Jugendklubs der DDR. weiterlesen »

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