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Nächste Veranstaltung: Ende Januar – Deutsche Premiere des polnischen Dokfilms „Mit Fäusten und Dynamit“

Voraussischtlich in den letzten Januartagen werden wir im Regenbogenkino den polnischen Dokfilm „Mit Fäusten und Dynamit“ erstmals in Deutschland zeigen. In diesen Tagen erst fertiggestellt, hat der linke polnische Journalist und Gewerkschaftsaktivist Darek Zalega aus Katowice die Portraits jener Kämpfer aus Oberschlesien dokumentiert, die am spanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Interbrigaden teilnahmen. Da der Regisseur sowohl polnische, deutsche, schlesische oder tschechische Menschen jenseits ihrer Nationalität vorstellt, ist sein Film ein starkes Zeichen des Internationalismus wider den nationalistischen Zeitgeist  nicht nur in Polen.

Die Details zu Zeit und Ort werden wir bis zum Jahresende bekannt geben.

 

Letzte Veranstaltungen:

Die Revolution(en) 1918. Eine linke Aufarbeitung jenseits neuer Mythen

Wann: 9. November 2018

Wo: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Robert-Havemann-Saal,  Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin

Es sind namentlich die Revolutionen in der Geschichte, die schnell zum Mythos und deren Ziele und Verläufe später gern im eigenen politischen Interesse instrumentalisiert werden. Das wird im 30. Jahr der demokratischen Revolution in der DDR nicht anders sein, und es wird einige Anstrengung kosten, dem etwas entgegenzusetzen. In dieser Veranstaltung wollen wir – nicht zuletzt auch, um uns für die „Deutungsschlachten“ 2019 gut zu wappnen – auf die Revolution(en) 1918 zurückblicken und Fragen an dieses Ereignis stellen, die entscheidend für jede Revolutionsgeschichte sind. Waren Verlauf und Ergebnis der Novemberrevolution in Deutschland tatsächlich – in ihrem „Erfolg“ wie in ihrer „Niederlage“ – so vorherbestimmt wie es uns manche Geschichtsschreibung weiß machen will? Wie sah das reale Kräfte- und Machtverhältnis aus und was ist Legende? Wie offen war Geschichte 1918/19? Und lässt sich die deutsche Revolution überhaupt begreifen, ohne die Gemeinsamkeiten, vor allem aber, ohne die unterschiedlichen Ausgangslagen in West- und Osteuropa zu berücksichtigen? Was waren die jeweiligen Ziele, welchen Stellenwert hatten die Räte in den einzelnen Ländern, wie sah das Verhältnis zwischen einer revolutionären Minderheit und der Mehrheit dort aus?

Die Historiker Rüdiger Hachtmann und Reiner Tosstorff haben sich mit diesen Fragen beschäftigt und werden ihre Ergebnisse zur Diskussion stellen. Mit einem geschichtspolitischen Kommentar von Uwe Fuhrmann.

Moderation: Renate Hürtgen (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West)

Veranstaltung des AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West und der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

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7. bis 9. Juni: Der „proletarische Mai“ 1968 letztes Gefecht der Klasse?
Der „proletarische Mai“ 1968 in Europa – letztes Gefecht der Klasse? Oder: Was bleibt von den 68er-Kämpfen der Arbeiter*innen für eine emanzipatorische Klassenpolitik im 21. Jahrhundert?
Vorträge – Diskussionen – Filme
Eine Veranstaltungsreihe des AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West in Zusammenarbeit mit dem Regenbogenkino sowie der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

Donnerstag, 7. Juni 2018, 19.45 – 22.00 Uhr
K-Fetisch, Wildenbruchstr. 86, Berlin
Vom „proletarischen Mai“ 1968 zum „proletarischen Herbst“ 2018? Klassenpolitik zwischen fordistischer Aufstiegserwartung und segmentierter „Abstiegsgesellschaft“*

Inputs und Diskussion mit: Bernd Gehrke (AK Geschichte), Stephan Junker (iL), Winfried Wolf (Lunapark 21)
Mod.: Renate Hürtgen (AK Geschichte)

Soweit „1968“ nicht auf die offene Feindschaft der politischen Rechten stößt, gilt es in der liberalen deutschsprachigen Öffentlichkeit, aber auch bei großen Teilen der Linken vor allem als Synonym einer von Student*innen, einer Jugendrevolte oder als Auftakt der zweiten Frauenbewegung getragenen Kulturrevolution. Doch so wichtig diese Bewegungen waren, so erschöpft sich die Bedeutung der damaligen Entwicklung darin nicht. „1968“ steht auch für den „proletarischen Mai“ in Europa, der durch den Generalstreik von zehn Millionen französischer Arbeiterinnen und Arbeitern einen gewaltigen Anstoß erfuhr. Diesen heute – auch in großen Teilen der Linken – verdrängten und vergessenen Klassenkämpfen der „68er Jahre“ wollen wir in der Veranstaltung „auf den Zahn fühlen“, ihr Ausmaß und ihren historischen Stellenwert ausloten. Wir wollen aber auch darüber diskutieren, welche Relevanz sie für unsere sozioökonomisch und politisch drastisch veränderte Gegenwart haben. Dabei soll insbesondere der Stand der aktuellen Diskussion über eine „Neue Klassenpolitik“ in die Debatte einbezogen werden.

Freitag, 8. Juni 2018, 19.00 – 21.30 Uhr
Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalderstr. 4, Robert-Havemann-Saal
Gegen das Arbeitsgesetz und seine Welt! Wie weit reicht der „lange französische März 2016“?1

Ein halbes Jahrhundert nach dem Mai ’68 kommt es in Paris und anderen französischen Städten 120 Tage lang zu breiten Protesten und Mobilisierungen gegen die neoliberalen „Reformen“ der französischen Regierung. Akteur*innen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten und Kämpfen sind an ihnen beteiligt. Sie sammeln sich auf Straßen und Plätzen, wo sie gemeinsam über ein anderes Frankreich, über eine andere Gesellschaft diskutieren. Der Autor des Buches Gegen das Arbeitsgesetz und seine Welt. Der lange französische März 2016, Davide Gallo Lassere – Aktivist, Philosoph, Ökonom – der in Paris im März 2016 dabei gewesen ist, stellt uns diese Kämpfe vor, analysiert Hintergründe und diskutiert mit uns Perspektiven linker Kämpfe für eine andere Welt.
Buchvorstellung und Diskussion mit: Davide Gallo Lassere (Paris)
Übersetzung: Sophia Deeg, Mod.: Renate Hürtgen (AK Geschichte)

Samstag, 9. Juni, Regenbogenkino, Lausitzer Str. 22
15.00 – 21.30 Uhr
Unbekanntes 1968? Klassenkämpfe in der BRD und in Italien. Filme – Inputs – Diskussionen*

15.00 – 18.00 Uhr:
Arbeiter*innen in Deutschland – nur brav und folgsam? Wilde Streiks in der Bundesrepublik und der „heiße Herbst“ 1969
Wir zeigen den Dokumentarfilm „Wilde Streiks – Der heiße Herbst 1969“ (R.: Ute Bönnen, 2016, 56 Min.)
Input und Diskussion mit: Peter Birke (Historiker und Aktivist/Uni Göttingen) und den Filmemacher*innen Ute Bönnen und Gerald Endres (Kleinmachnow)

19.00 – 21. 30 Uhr
Vom „heißen Herbst“ zur Fabrikruine? Klassenkämpfe in Italien in den 68er Jahren und heute
Wir zeigen den Dokumentarfilm „Lotte alla Rhodiatoce di Pallanza“ (OmU, R.: Militantes Filmkollektiv Turin)
Input und Diskussion mit: Dietmar Lange (Historiker, Aktivist) und Enzo di Calogero (ehem. Lotta Continua/FIAT-Mirafiori, angefragt)

* Finanziert v. d. Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt, 1 Finanziert v. d. Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

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