Video der letzten Veranstaltung: 26. Mai – Jüdische Stimmen für gerechten Frieden in Nahost

„Die Deutschen wollen jetzt die besseren Juden sein!“

Am 26. Mai 2019 hatten Jüdische Stimmen für gerechten Frieden in Nahost aus Israel das Wort, die jetzt in Berlin leben. Sie verwarten sich entschieden gegen ihre Verleumdung als „Antisemiten“ durch deutsche und israelische Politik und bekräftigten ihre Kritik an der  israelischen Besatzungs- und Apartheidpolitik gegenüber den Palästinenser/innen.

Im überfüllten Robert-Havemann-Saal des Berliner Hauses der Demokratie und Menschenrechte sprachen Ruth Fruchtmann, Iris Hefets und Inna Michaeli über ihre jüdisch-israelische Erfahrungsgeschichte und die Gründe, sich gegen die israelische Staatspolitik gegenüber den Palästinenser/innen zu wehren.

Die vom AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West, der Internationalen Liga für Menschenrechte und der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte organisierte  Veranstaltung, die von verschiedenen politischen und Menschenrechtsorganisationen unterstützt wurde, kann in zwei Teilen unter folgenden Links angesehen und angehört werden.

Teil 1: https://www.youtube.com/embed/oe4CWiRNc0E

Teil 2: https://www.youtube.com/embed/X5n_5XxQKIk

Wer Kritik von Jüd/innen an israelischer Politik und deutscher Staatsraison im O-Ton und ohne Vorurteile kennen lernen möchte, sollte sich die Videos unbedingt anhören. Sie oder er wird bemerken, dass alle Vorwürfe gegen die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost auf Lügen und Verleumdungen beruhen.

AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West

 

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Letzte Veranstaltung

26. 05. 2019, 19 Uhr

Haus der Demokratie und Menschenrechte

Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin, Robert-Havemann- Saal

(Tram M4; Bus 142, 200 „Am Friedrichshain“)

 

Das Wort haben:

Jüdische Stimmen für gerechten Frieden in Nahost

                                              

Die Kritik an der Politik Israels gegenüber den Palästinenser*innen beantworten israelische Regierungen in den letzten Jahren verstärkt mit einer Kampagne, die darauf abzielt, diese Kritik durch den Vorwurf, sie sei antisemitisch, zu diskreditieren. Diese Verleumdungskampagne wird in Deutschland von der Regierung und vielen Vertreter*innen eines breiten politischen Spektrums von rechts bis links sowie von den Medien weitgehend unkritisch umgesetzt. Als die „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ im März dieses Jahres den Göttinger Friedenspreis erhielt, war sie heftigen Antisemitismusvorwürfen ausgesetzt. Der Zentralrat der Juden hatte versucht, diese Preisverleihung zu verhindern. Der „Bundesbeauftragte für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus“ empfahl, ein Gutachten einzuholen, ob die Mitglieder der Jüdischen Stimme – „allesamt Juden“, wie Iris Hefets in ihrer Rede anlässlich der Preisverleihung sagte – Antisemit*innen sind oder nicht. Was für eine Ungeheuerlichkeit! Wir wollen diesen Verleumdungen nicht widerspruchslos zusehen und ein politisches Zeichen setzen, indem wir Vertreterinnen der Jüdischen Stimme die Möglichkeit geben, uns die Entstehung ihrer kritischen Haltung bezüglich der israelischen Politik gegenüber den Palästinenser*innen aus ihren unterschiedlichen Erfahrungsgeschichten begreifbar zu machen.

Wir enttabuisieren die Kritik an Israel“ hatte Iris Hefets in ihrer Rede zur Preisverleihung gesagt; die Podiumsdiskussion könnte einen wichtigen Beitrag dafür leisten.

Iris Hefets, Psychotherapeutin, Vorsitzende „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“, Berlin

Ruth Fruchtman, Autorin, „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“, Berlin/Krakau

Inna Michaeli, Sozialwissenschaftlerin, Feministin, LGBTQI-Aktivistin, Berlin

Moderation: Andreas Zumach, Mitglied im Bündnis zur Beendigung der israelischen Besatzung

Eine Veranstaltung des AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West, der Internationalen Liga für Menschenrechte und der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

Diese Veranstaltung wird unterstützt von:

Ahmed Abed, Vorstandsmitglied der Internationalen Liga für Menschenrechte; AK Nahost Berlin; Attac-AG Globalisierung und Krieg; Vorstand APVD e. V.; Ina Darmstaedter, Canaan Project; Klaus Drechsel, ISO Berlin; Issam Haddad, Vorstand OMRAS e.V.; Georg Heidel, ISO Berlin; Richard Herding, ID kritische Medienpraxis; Internationale Sozialistische Organisation (ISO); Angela Klein, SoZ; Thomas Klein, Mitbegründer der Initiative für eine Vereinigte Linke; Revital Madar, Hebrew University of Jerusalem und fellow member of Minerva Humanities Center; Ina Messer, Neues Forum Berlin; Ökumenisches Zentrum für Umwelt-, Friedens- und Eine-Welt-Arbeit; Fanny Reisin, Internationale Liga für Menschenrechte; Eberhard Schultz, Vorsitzender der Eberhard-Schultz-Stiftung für soziale Menschenrechte und Partizipation und Vorstandsmitglied der Internationalen Liga für Menschenrechte; Sprecher/innenrat des Bundesarbeitskreises gerechter Frieden in Nahost der Partei DIE LINKE; Gisela Siebourg, Wiltrud Rösch-Metzler, pax christi Nahostkommission; Ingrid Rumpf, Flüchtlingskinder im Libanon e.V.; Willi van Miert; Sylvianne Tabaschnik, ISO Berlin; Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen e.V.; Prof. em. Moshe Zuckermann, Soziologe, Historiker, Universität Tel Aviv.

 


Letzte Veranstaltung:

Frankreich im April 2019. Der Protest der Bewegung der Gelbwesten dauert an!

Wann: 17. April, 18 Uhr

Wo: Haus der Demokratie- und Menschenrechte, Robert-Havemann-Saal, Greifswalderstr. 4

Die Gelbwesten haben mit ihrem langandauernden sozialen Ungehorsam und ihren überraschenden Aktionen das Macron Regime verunsichert und den Polarisierungsprozess der französischen Gesellschaft vorangetrieben. Trotz brutaler Polizeigewalt, schwerster Verletzungen und verschärfter Kriminalisierung lassen die Gelbwesten nicht locker. Sie sind immer noch sichtbar und handlungsfähig. Inzwischen hat sich das Spektrum der politischen und sozialen Bewegungen erweitert: Die Frauenbewegung, die ökologische und die militante Gewerkschaftsbewegung stehen nicht mehr abseits. Auf der anderen Seite formiert sich die Macronie mehr und mehr zu einem autoritären Neoliberalismus, zu einer Demokratur. Gleichzeitig aber entfaltet sich der Demokratisierungsprozess in allen Bereichen der Gesellschaft.

Was wir in Deutschland kaum zur Kenntnis nehmen: Seit Wochen demonstrieren Zehntausende Algerier auch gegen „die Macht“ und für ein anderes politisches System; der Rücktritt von Präsident Bouteflika wird sie nicht zurückhalten, die Proteste fortzusetzen. Gibt es vergleichbare Forderungen und Organisationsformen in Frankreich und in Algerien?

Willi Hajek informiert über den neusten Stand der Bewegung in Frankreich.
Lila Boutaiba gibt einige Einblicke in die algerische Bewegung.

Moderation: Renate Hürtgen

Veranstalter: AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West/ Stiftung Haus der Demokratie

    


Letzte Veranstaltungen:

„Was ist los in Frankreich? Woher kommt die Bewegung der Gelbwesten? Und wie wird es weitergehen?“

Was ist los in Frankreich ? Woher kommt die Bewegung der Gelbwesten? Und wie wird es weitergehen? 

Datum: 8.2.2019

Ort: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin, Robert-Havemannsaal,

Zeit: 18 Uhr (Achtung, veränderte Anfangszeit!)

Frankreich wird bewegt von den Gelbwesten, aufgetaucht aus dem Nichts, überraschend für Gewerkschaften, die politischen Parteien und vor allem auch für die Linken. Landesweit mobilisieren sich Menschen gegen die Regierung und ihre Politik für die Reichen. Sie kritisieren in vielfältiger Weise die wachsende soziale Ungerechtigkeit, die Zunahme der Ungleichheit, die  Steuerpolitik zugunsten der Reichen und Superreichen – es gab noch nie soviel Milliardäre in Frankreich – die Korruptheit der politischen Klasse und des politischen Regimes der V. Republik. Viele in der Bewegung wollen den Rücktritt des neuen Sonnenkönigs Macron und eine andere, soziale Republik.

Seit dem 17. November blockieren die Gelbwesten die Zahlstellen an der Autobahn, besetzen Verkehrsknotenpunkte landesweit in Städten und Landkreisen und stören den Ablauf des kapitalistischen Normalbetriebs. Anders wie in den Maitagen 1968, werden die Stätten des Luxus auf den Champs Elysees besucht und  der arrogante und selbstherrliche Präsident beginnt Zugeständnisse an die Bewegung zu machen. Gleichzeitig aber werden die Protestierenden landesweit brutal verfolgt, verletzt, verurteilt und eingeknastet, um sie in die Knie zu zwingen und von weiteren Protestaktionen abzuhalten. Rundum – es formiert sich ein vorher unsichtbares aufständisches Volk, das beginnt, über eine andere Politik nachzudenken.

Wie ist diese Bewegung entstanden? Wer macht mit? Was wollen sie? Was macht die Dynamik dieser Bewegung aus? Diese und andere Fragen wollen wir mit Willi Hajek diskutieren, der uns als Akteur und Zeitzeuge einen Situationsbericht aus dem Land des Aufruhrs geben kann.

Willi Hajek, Marseille (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West)

Moderation: Renate Hürtgen (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West)

Wir zeigen „Die Versammlung der Versammlung“, ein 6-min.-Video über eine Versammlung der Gelbwesten in Commercy

Veranstalter: AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West und Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

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Der Film stellt oberschlesische Arbeiter vor, die im Spanischen Bürgerkrieg gegen die Faschisten unter General Franco kämpften. Sie waren unterschiedlicher Weltanschauung, kamen aus unterschiedlichen politischen Formationen der Linken, ob als Anarchisten, Kommunisten oder Sozialisten. Und sie waren verschiedener Nationalität. Über sie und ihre Kämpfe an den verschiedenen Fronten des Spanischen Bürgerkriegs berichtet der Film.

Der Filmemacher Dariusz Zalega aus Katowice will – wie bereits in seinem ersten Film  „Rebellisches Schlesien“ – auch in seinem neuen Werk zeigen, dass die Arbeiter als Klasse und  nicht als Nation verbunden waren und über nationale Unterschiede hinweg gegen den Faschismus handelten. Der Film zeigt aber auch die dramatische Situation, die mit der  Unterstützung Francos durch den Faschismus in Deutschland und Italien, durch die „Nichteinmischung“ der „westlichen Demokratien,“ aber auch durch den mörderischen Einfluss Stalins entstanden war.

Auch mit seinem zweiten Film gelingt es Dariusz Zalega, mit einem Blick in die Geschichte  ein deutliches Zeichen  internationaler Solidarität der Arbeitenden gegen den Nationalismus der Gegenwart zu setzen.

Im Anschluss an den Film:

Diskussion mit dem Autor und Regisseur Dariusz Zalega aus Katowice über „Oberschlesische Arbeiter – geeint als Klasse wider die nationalistischen Tendenzen“

Moderation: Bernd Gehrke (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West)

Übersetzung: Norbert Kollenda („Sozialistische Zeitung“, Attac Berlin)

Eine Veranstaltung des AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West, unterstützt von der Gruppe Arbeiterpolitik, Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (Berlin), Internationale Sozialistische Organisation (Berlin)

Gefördert von der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt

Eintritt: 6,-; Studis: 5,-; Hartz IV: 4,- Euro

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