Letzte Veranstaltung am 20. 06. 2020: Webinar – Demokratiebewegung 1989/1990 in der DDR: War es eine Revolution?

Gemeinsam mit der Naturfreundejugend Berlin veranstalten wir einen Web-Workshop zum demokratischen Aufbruch in der DDR 1989 und seinem reaktionären Ende. Titel:

„Die Demokratiebewegung in der DDR 1989/1990 zwischen revolutionärem Auf- und konservativem Abbruch“ – Versuch einer revolutionsgeschichtlichen Annäherung

Wann: 20. Juni 2020/ 13.30 – 17.30 Uhr (inkl. Technix + Pause)

Wo: Weichselstr. 13/14, 12043 Berlin (Neukölln)

Anmeldung: seminare@naturfreundejugend-berlin.de

Das Webinar verfolgt zwei Ziele: Zum einen soll das Verständnis von Begriff und Vielfalt politische und sozialer Revolutionen am Beispiel des Umbruchs in der DDR 1989/1990 bei den Teilnehmer*innen vertieft werden. An Hand von Dokumenten, Darstellung von Ereignissen und Entwicklungen wird die Möglichkeit eröffnet, Ursachen, Triebkräfte und Entwicklungsetappen in der DDR 1989/1990 revolutionsgeschichtlich aufzuarbeiten. Dabei werden die gesamtgesellschaftliche Krise der DDR im Jahr 1989 und die Ursachen der Massenbewegung ebenfalls Schwerpunkte sein. Es sollen sowohl die inneren sozialen, ökonomischen, politischen und ideologischen Faktoren in ihrem Wechselverhältnis in die Untersuchung einbezogen werden, als auch das Einwirken der BRD. Eine besondere Rolle werden im Seminar die Gründe für die „Wende in der Wende“, für den Hegemoniewechsel vom „demokratischen Sozialismus“ im Herbst 1989 zum „Nie wieder Sozialismus!“ im Frühjahr 1990 spielen.

Auf diese Weise können auch Möglichkeiten einer emanzipatorischen linken Gegenerzählung über „Wende“ und „Wiedervereinigung“ erschlossen werden, die sowohl der politisch und medial dominierenden liberalen und konservativen, als auch der rechtsradikalen Interpretation des Umbruchs vom Herbst 1989 entgegen gesetzt werden kann. Allen bürgerlichen Varianten der Interpretation der Entwicklung 1989/1990 gemeinsam ist die Verkürzung der Ereignisse auf „Maueröffnung“ und „deutsche Einheit“ und deren Uminterpretation zum „eigentlichen Sinn“ und „vorherbestimmten Zweck“ der revolutionären Bewegung. Entgegen empirischer Fakten wird auf diese Weise ein teleologischer Geschichtsablauf konstruiert, in dessen Zentrum eine unabänderliche Entwicklung zur deutschen Einheit unter konservativer Hegemonie vorausgesetzt wird.

Der Workshop wird durchgeführt von Bernd Gehrke und Renate Hürtgen

Das Webinar kostet 5€. Wer den Beitrag nicht zahlen kann, ist trotzdem herzlich eingeladen, sich anzumelden!

Anmelden könnt ihr Euch mit einer Mail an seminare@naturfreundejugend-berlin.de Bitte gebt euren Namen und euer Alter an. Die Zugangsdaten schicken wir euch nach erfolgreicher Anmeldung per Mail. Du brauchst keine Software, aber eine Kamera, Mikro und eine stabile Internetverbindung.

Wir wünschen allen einen guten Gesundheitsverlauf und die intelligente Mobilmachung gegen Querfronten.

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Letzte Veranstaltung:

Die folgende Veranstaltung wird vom AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West unterstützt:

„ … feindlich-negative Elemente …“ Repression gegen Linke und emanzipatorische Bewegungen in der DDR

29. Februar, 20 Uhr, Buchladen „Schwarze Risse“, Mehringhof, Gneisenaustr. 2a

Anfang 2019 hatte sich die Redaktion der „Roten Hilfe“-Zeitung endlich dazu durchgerungen, eine Sondernummer zum Thema „Repression gegen linke Oppositionelle in der DDR“ herauszugeben. Obwohl die meisten Beiträge mehr als vorsichtige Versuche waren, die Repression in der DDR aufzuarbeiten, andere Beiträge abgelehnt worden sind, sah sich die Redaktion einem Shitstorm nicht nur aus den Reihen der DKP ausgesetzt, in dem ganz unverhohlen in stalinistischer Manier die Repression in der DDR geleugnet wurde. Die Beiträge der hier vorzustellenden Broschüre sind zum einen eine Reaktion auf diese philo-stalinistischen Anwürfe, zum anderen auf die unter Linken immer noch weit verbreitete Relativierung des Charakters der DDR als eines diktatorischen Parteienstaates, in dem von Beginn seiner Existenz an, wenn auch in sich wandelnden Formen, Repression gegen Linke und emanzipatorische Bewegungen geübt wurde. In acht Beiträgen werden historische Abschnitte, Einzelbeispiele oder Überblicksdarstellungen geliefert, die alle deutlich machen können, dass Repression in der DDR ein fester Bestandteil dieses Herrschaftssystems war.

Es diskutieren: Bernd Gehrke, Renate Hürtgen (Herausgeber*innen), Anne Seeck, Markus Mohr, Christoph Jünke (Autor*innen)

Mitveranstalter

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Unsere letzte Veranstaltung:

Tous ensemble – alle zusammen – Frankreich 2020: Gewerkschaften, Gelbwesten und ökologische Bewegung kommen sich näher. Gelb ist das neue rot  

Ein Jahr lang haben die Gelbwesten landesweit  mit den verschiedensten Aktionen und  überraschenden Einfällen das Macron Regime in Frankreich herausgefordert. Bis heute steht die Forderung, Macron muss zurücktreten. Trotz brutalster Polizeieinsätze, juristischer Verfolgung, schwerster Verletzungen und einer Pressehetze existieren sie immer noch und sind immer noch mutig und handlungsbereit im Kampf für  soziale Gleichheit und eine neue bürgernahe demokratische Organisation der Gesellschaft. 

Verändert hat sich in dieser Zeit auch das Verhältnis zu den gewerkschaftlichen und anderen sozialen Bewegungen wie auch zur ökologischen Bewegung. Es findet ein Annäherungsprozess statt mit gemeinsamen solidarischen Aktionen . Auch viele Medienschaffende, Künstler, Anwälte und  Abgeordnete des rebellischen Frankreich ( France insoumise) in der Nationalversammlung stehen an Ihrer Seite.

Offener Gesprächskreis mit Willi Hajek (Marseille) und dem Arbeitskreis Geschichte sozialer Bewegungen Ost West

Wann: 5. Februar 2020, 18 Uhr

Wo: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Raum VH 1 (Vorderhaus)

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Letzte Veranstaltung:

Die Ära der Kaninchen ist zu Ende“ – Die FIAT-Streiks in den 1960er und 1970er Jahren

Die Ära der Kaninchen ist zu Ende – heute wird gestreikt“ ist auf einem Schild während der FIAT-Streiks 1969 zu lesen. Das Jahr markiert einen radikalen Umbruch der sozialen Beziehungen bei FIAT-Mirafiori in Turin. Über ein Jahrzehnt sollte die größte Auto-Fabrik Italiens nicht mehr zur Ruhe kommen. Linke aus ganz Europa sahen die FIAT-Streiks als Bezugspunkt. Für die Gewerkschaftslinke wurde Mirafiori zum Experimentierfeld basisdemokratischer Organisationskonzepte, für die radikale Linke das Fanal für den Aufstand des „Massenarbeiters“ und seinen „Kampf gegen die Arbeit“.

50 Jahre danach schauen wir uns die Streiks noch einmal genauer an. Was waren die Ursachen und die Ergebnisse? Welche Auswirkungen hatten sie auf die Arbeitsbedingungen? Wie reagierten die Gewerkschaften und welchen Einfluss hatten die Kämpfe auf linke Theorie und Praxis – wie den Operaismus – welchen Einfluss hatte dieser in der Fabrik? Was war Mythos und was Realität? Schließlich wollen wir auch überlegen, was man aus den damaligen Ereignissen für heute lernen kann.

Referent: Dietmar Lange, Historiker und Doktorand der Freien Universität. Er hat sich in seiner Dissertation mit den FIAT-Streiks in den 1960er und 1970er Jahren beschäftigt. Sie wird in Buchform voraussichtlich 2020 erscheinen.

Wann: 5. 12. 2019, 19 Uhr

Wo: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin (Tram ¾, zwei Stationen om Alex)

Gemeinsame Veranstaltung von Förderkreis Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Förderverein für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung, AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West, Helle Panke.

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30 Jahre nach dem Runden Tisch in Polen: Der rechte Aufbruch und die Ergebnisse der Sejm-Wahlen

Mit: Marek Jakubowski (Postkom)

Wann: 19. 11. 2019, 19 Uhr

Wo: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin, Robert-Havemann-Saal

Der Aufstieg der autoritär-nationalistischen PiS und die Schleifung parlamentarisch-demokratischer Regularien dominieren die Polen-Debatte in Deutschland. Weniger wird die Existenz einer radikalen Rechten jenseits der PiS zur Kenntnis genommen. Und völlig aus dem Blick geraten die dramatischen Lebens- und Arbeitsverhältnisse in großer Teile der Bevölkerung, vor deren Hintergrund die sozialstaatlich orientierte Politik der PiS bei den Wahlen neue Erfolge erzielen konnte. Wie ist das Ergebnis der Sejm-Wahlen im Kontext der heutigen politischen und sozialen Situation einzuschätzen? Wie lassen sich der Einzug der Linken, bei gleichzeitiger Stärkung des rechten Flügels, im Sejm bewerten? Und welchen Zusammenhang gibt es zum Umbruch von 1989 in Polen?

Gemeinsame Veranstaltung von AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West und Postkom

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Bisherige Veranstaltungen zum 30. jahrestag der Deutschen Demokratischen Revolution:

1989: Woher – Wohin – Was bleibt?

Diskussion Linksoppositioneller (Mittel)Osteuropas über den Umbruch von 1989 und seine Bedeutung für linke Alternativen heute

Tamás Krausz (Herausgeber »Eszmélet«, Budapest)*

Przemysław Wielgosz (Le Monde diplomatique/edycia polska, Warschau)**

Bernd Gehrke (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West, Berlin)***

Moderation: Renate Hürtgen (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West, Berlin)****

 Wann: Freitag, 8. November 2019 , 19.00 – 22.00 Uhr

Wo: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Robert-Havemann-Saal, Greifswalder Str. 4 (Tram 3 u. 4. zwei Stationen vom Alexanderplatz

Obwohl es vergleichbare Erfahrungen mit den Diktaturen Osteuropas und den Umbrüchen von 1989 sowie viele Gemeinsamkeiten ihrer aktuellen Situation innerhalb Europas gab und gibt, ist eine grenzüberschreitend geführte Diskussion der Linksoppositionellen aus den Länder des ehemaligen Ostblocks schon lange verstummt. Verbannt in die Peripherie verlängerter Werkbänke einer neoliberalen Europäischen Union, Verarmungs- und Abwanderungsprozessen ausgesetzt und mit dem Aufstieg autoritär-nationalistischer Bewegungen konfrontiert, ist es an der Zeit, wieder ins Gespräch zu kommen.

Im Rahmen dieser Veranstaltung werden Linksoppositionelle von vor und nach 1989 darüber diskutieren, ob es auf alte Fragen über den Charakter des untergegangenen Ostblocks neue Antworten gibt, welche Weichen die unterschiedliche Art und Weise der Umbrüche von 1989 in den einzelnen Ländern gestellt hat, und welche Bedeutung einstige Konzepte über den Selbstverwaltungssozialismus für Gegenwart und Zukunft haben können. Nicht zuletzt wollen wir darüber reden, welche Perspektiven der Linken in unseren Ländern denkbar sind und überlegen, ob es gemeinsame politische Initiativen der alternativen Linken (Mittel)Osteuropas zukünftig überhaupt geben kann.

* Tamás Krausz ist Historiker und Professor an der Eötvös-Loránd-Universität in Budapest;  1989 war er Mitbegründer der Baloldali Alternatíva Egyesülés (Linke Alternative); er ist Redakteur der linken Vierteljahreszeitschrift »Eszmélet«.

** Przemysław Wielgosz war 1989 in der anarchistischen Bewegung aktiv, engagierte sich in der politischen und künstlerischen Kommune Otwock und gab die Zeitschrift Rewolta heraus. Heute ist er Chefredakteur der polnischen Ausgabe der Monatszeitschrift Le Monde diplomatique und der Buchreihen Library Le Monde diplomatique sowie Library of Economic Alternatives.

*** Bernd Gehrke ist als Historiker und Publizist tätig; 1989 war er Mitbegründer der Vereinigten Linken in der DDR und der Grünen Liga; heute engagiert er sich im Arbeitskreis Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West sowie im #Netzwerk-Ost.

**** Renate Hürtgen ist als Historikerin tätig, 1989 war sie Mitbegründerin der Initiative für Unabhängige Gewerkschaften; heute engagiert sie sich im Arbeitskreis Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West sowie im #Netzwerk-Ost.

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Der rechte Osten?! Mythos oder Realität?

Wann: 2. Oktober 2019, 19 Uhr

Wo: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin, Robert-Havemann-Saal

Veranstaltung im Rahmen der Themenwoche zu 30 Jahre demokratische Revolution in der DDR „Keine Revolution ist auch keine Lösung!“

Die Ursachenforschung namentlich nach den Wahlen in Sachsen und Brandenburg für das gute Abschneiden der AfD hat derzeit Hochkonjunktur. In den offiziellen Medien rangieren einmal die Diktatur-Erfahrungen der DDR-Büger*innen auf Platz eins, einmal die der Massenarbeitslosigkeit in den 1990er Jahren, dann wieder das Dominanzverhalten des Westens gegenüber dem Osten, und dann sei es doch wohl die Demokratieunerfahrenheit der Ostdeutschen, die sie zu den Rechten treibe.

Wir wollen mit dem Soziologen Steffen Mau, Autor des Buches „Lütten Klein: Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft“ und Professor im Fachbereich Makrosoziologie der Humboldt-Universität Berlin, über die Ergebnisse seiner Forschungen diskutieren, die vielen Deutungsversuche hinterfragen und mit unterschiedlichen Herangehensweise den Gründen für die rechte Entwicklung im Osten nachgehen.

Es diskutieren: Steffen Mau, Renate Hürtgen und Bernd Gehrke (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West)

Veranstalter: AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West und Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

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Der Herbst 1989 – Über Anfang und Ende des emanzipatorischen Aufbruchs in der DDR

Veranstaltung im Rahmen der Themenwoche 30 Jahre demokratische Revolution in der DDR „Keine Revolution ist auch keine Lösung!“

Wann: 4. Oktober 2019, 18 Uhr bis 21 Uhr

Wo: Robert-Havemann-Saal

Der offiziöse Mainstream erklärt die Maueröffnung und die deutsche Einheit zum „eigentlichen Sinn“ und „Zweck“ der demokratischen Revolution. Viele – auch Linke – reduzieren Ostdeutschland seit ´89 auf eine rechte Entwicklung, die heute in Pegida endet. Warum sind ab September 1989 Hunderttausende auf die Straße gegangen, womit waren die Mehrheiten in der DDR besonders unzufrieden? Was wollten sie ändern und warum brauchte es dafür eine Revolution? Welche Rolle spielte die Opposition dabei? Welchen Charakter hatte die Revolution in der DDR 1989? Warum und wann schlug der Aufbruch in einen anti-emanzipatorischen, von Mehrheiten getragenen „Beitritt“ zur Bundesrepublik um? War die Revolution gegen die Diktatur des DDR-Regimes damit gescheitert? Wie ging es nach 1990 weiter? Wir geben einen Ausblick auf eine sich ausdifferenzierende ostdeutsche Gesellschaft, in der eine relevante Minderheit mit einer bis 1994 dauernden Streik- und Protestwelle massive Gegenwehr gegen die Treuhandpolitik leistete.

Workshop mit Bernd Gehrke, Renate Hürtgen (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West)

Veranstalter: Arbeitskreis Geschichte sozialer Bewegungen Ost West und Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

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Die Renaissance autoritären Denkens und Handelns in Ost- und Westdeutschland – Abschlussveranstaltung

Veranstaltungsreihe von Teilhabe e.V.

III. TEIL

Was ist „neu“ an den Neuen Rechten? Was hat es mit dem rechten Populismus auf sich?

Wann: Samstag, 12. Oktober 2019 um 15 Uhr

Wo: Mehringhof, Gneisenaustr. 2a (U-Bhf. Mehringdamm)

Aktuell wird viel über die Neuen Rechten und die rechtspopulistischen Bewegungen, über ihr Denken und strategisches Vorgehen geredet. Unklar bleibt dabei jedoch weitgehend, was an den Phänomenen wirklich neu ist bzw. ob nicht doch von neuen Faschisten gesprochen werden sollte. Oft mangelt es an einer differenzierten Sicht auf die politischen Gruppierungen, werden vorschnell unzulässige Verallgemeinerungen vorgenommen, die ein realistisches und klares Bild der Situation erschweren. „Alles nur Faschos im Osten“, „Alle Hartz IV‘ler wählen AfD“: diese und ähnliche bekannte Sprüche illustrieren die herrschenden Vorurteile.

Diesen Fragen und Problemen ist Teilhabe e.V. in einer Veranstaltungsreihe nachgegangen. Die rechten Parteien und politischen Gruppen sind dabei Ausdruck der Verhältnisse, ebenso wie der Widerstand gegen die Rechtsentwicklung.

In unserer Abschlussveranstaltung wollen wir die Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg auswerten. Dabei soll es nicht nur um die AFD gehen, ebenso um das Abschneiden der Partei die Linke. Wer hat wen warum gewählt oder aber auch nicht. Was bedeutet die immer noch hohe Zahl an Nichtwähler*innen? Ist die Linkspartei mit ihrer neuen Klassenpolitik gescheitert? Wie kann ein Zurückdrängen der AFD und in ihrem Windschatten von rechtsradikalen Hooligans sowie Neonazigruppen aussehen? Verstehen von „berechtigten Interessen“ oder „klare Kante zeigen“ gegen Rechts?

Mit:

Renate Hürtgen und Bernd Gehrke (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West)

Katja Barthold (Autorin in „Neue Klassenpolitik“)

Thilo Broschell (Teilhabe e.V.)

Veranstaltet von Teilhabe e.V. und AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West (https://teilhabe-berlin.de/)

Unterstützt von der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt

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Letzte Veranstaltungen

 Einladung zu Rundem Tisch: An die Bundestagsabgeordneten: „Bin ich Antisemitin?“ Ein Anti-BDS Beschluss und dessen Konsequenzen für Israel, Palästina und Deutschland

Zu einem runden Tisch laden die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost und der Arbeitskreis Geschichte sozialer Bewegungen Ost West ein.

An die Bundestagsabgeordneten: „Bin ich Antisemitin?“ Ein Anti-BDS Beschluss und dessen Konsequenzen für Israel, Palästina und Deutschland

Mittwoch, 26. Juni, 2019, 19:00 Uhr,

Haus der Demokratie und Menschenrechte, Robert-Havemann-Saal,

Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin

Unter der an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags gerichteten Frage: „Bin ich Antisemitin?“ veröffentlichte die israelische Autorin, Journalistin, Übersetzerin und Herausgeberin, Dr. Ilana Hammerman, in der israelischen Tageszeitung Ha`aretz ihre Antwort auf den am 17. 05. 2019 erfolgten Bundestagsbeschluss, der die BDS Bewegung mit Antisemitismus gleichsetzt (https://www.juedische-stimme.de/2019/05/30/ilana-hammerman-antwort-an-die-mitglieder-des-bundestags/).

Mit der Annahme des Antrags begrüßte der Bundestag, dass zahlreiche Gemeinden bereits beschlossen hätten, der BDS-Bewegung oder Gruppierungen, die Sanktionen gegen israelische Institutionen befürworten, die finanzielle Unterstützung und die Vergabe kommunaler Räumen zu verweigern. Projekte, die zum Boykott aufrufen oder die BDS-Bewegung unterstützen, dürften nicht finanziell gefördert werden.

Über die Bedeutung dieses Beschlusses für die Wahrnehmung des Rechts auf  freie Meinungsäußerung (Artikel 5 des Grundgesetzes) und für die Antisemitismus-Debatte sowie seinen Einfluss auf die Arbeit von Menschenrechtsorganisationen in Palästina/Israel, aber auch in Deutschland, diskutieren mit Dr. Ilana Hammerman,

Prof. Micha Brumlik, Erziehungswissenschaftler und Publizist, emeritierter Professor am Fachbereich Erziehungswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und ehemaliger Leiter des Fritz Bauer Instituts (2000-2005) sowie die Rechtsanwältin für deutsches und internationales Strafrecht  Nadija Samour, die Menschen aus der palästinensischen Community vertritt.

Den Abend wird der ehemalige TAZ-Redakteur, Journalist und Autor Daniel Bax moderieren.    


Video der letzten Veranstaltung:

„Die Deutschen wollen jetzt die besseren Juden sein!“

Am 26. Mai 2019 hatten Jüdische Stimmen für gerechten Frieden in Nahost aus Israel das Wort, die jetzt in Berlin leben. Sie verwarten sich entschieden gegen ihre Verleumdung als „Antisemiten“ durch deutsche und israelische Politik und bekräftigten ihre Kritik an der  israelischen Besatzungs- und Apartheidpolitik gegenüber den Palästinenser/innen.

Im überfüllten Robert-Havemann-Saal des Berliner Hauses der Demokratie und Menschenrechte sprachen Ruth Fruchtmann, Iris Hefets und Inna Michaeli über ihre jüdisch-israelische Erfahrungsgeschichte und die Gründe, sich gegen die israelische Staatspolitik gegenüber den Palästinenser/innen zu wehren.

Die vom AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West, der Internationalen Liga für Menschenrechte und der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte organisierte  Veranstaltung, die von verschiedenen politischen und Menschenrechtsorganisationen unterstützt wurde, kann in zwei Teilen unter folgenden Links angesehen und angehört werden.

Teil 1: https://www.youtube.com/embed/oe4CWiRNc0E

Teil 2: https://www.youtube.com/embed/X5n_5XxQKIk

Wer Kritik von Jüd/innen an israelischer Politik und deutscher Staatsraison im O-Ton und ohne Vorurteile kennen lernen möchte, sollte sich die Videos unbedingt anhören. Sie oder er wird bemerken, dass alle Vorwürfe gegen die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost auf Lügen und Verleumdungen beruhen.

AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West

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26. 05. 2019, 19 Uhr

Haus der Demokratie und Menschenrechte

Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin, Robert-Havemann- Saal

(Tram M4; Bus 142, 200 „Am Friedrichshain“)

Das Wort haben:

Jüdische Stimmen für gerechten Frieden in Nahost

                                              

Die Kritik an der Politik Israels gegenüber den Palästinenser*innen beantworten israelische Regierungen in den letzten Jahren verstärkt mit einer Kampagne, die darauf abzielt, diese Kritik durch den Vorwurf, sie sei antisemitisch, zu diskreditieren. Diese Verleumdungskampagne wird in Deutschland von der Regierung und vielen Vertreter*innen eines breiten politischen Spektrums von rechts bis links sowie von den Medien weitgehend unkritisch umgesetzt. Als die „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ im März dieses Jahres den Göttinger Friedenspreis erhielt, war sie heftigen Antisemitismusvorwürfen ausgesetzt. Der Zentralrat der Juden hatte versucht, diese Preisverleihung zu verhindern. Der „Bundesbeauftragte für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus“ empfahl, ein Gutachten einzuholen, ob die Mitglieder der Jüdischen Stimme – „allesamt Juden“, wie Iris Hefets in ihrer Rede anlässlich der Preisverleihung sagte – Antisemit*innen sind oder nicht. Was für eine Ungeheuerlichkeit! Wir wollen diesen Verleumdungen nicht widerspruchslos zusehen und ein politisches Zeichen setzen, indem wir Vertreterinnen der Jüdischen Stimme die Möglichkeit geben, uns die Entstehung ihrer kritischen Haltung bezüglich der israelischen Politik gegenüber den Palästinenser*innen aus ihren unterschiedlichen Erfahrungsgeschichten begreifbar zu machen.

Wir enttabuisieren die Kritik an Israel“ hatte Iris Hefets in ihrer Rede zur Preisverleihung gesagt; die Podiumsdiskussion könnte einen wichtigen Beitrag dafür leisten.

Iris Hefets, Psychotherapeutin, Vorsitzende „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“, Berlin

Ruth Fruchtman, Autorin, „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“, Berlin/Krakau

Inna Michaeli, Sozialwissenschaftlerin, Feministin, LGBTQI-Aktivistin, Berlin

Moderation: Andreas Zumach, Mitglied im Bündnis zur Beendigung der israelischen Besatzung

Eine Veranstaltung des AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West, der Internationalen Liga für Menschenrechte und der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

Diese Veranstaltung wird unterstützt von:

Ahmed Abed, Vorstandsmitglied der Internationalen Liga für Menschenrechte; AK Nahost Berlin; Attac-AG Globalisierung und Krieg; Vorstand APVD e. V.; Ina Darmstaedter, Canaan Project; Klaus Drechsel, ISO Berlin; Issam Haddad, Vorstand OMRAS e.V.; Georg Heidel, ISO Berlin; Richard Herding, ID kritische Medienpraxis; Internationale Sozialistische Organisation (ISO); Angela Klein, SoZ; Thomas Klein, Mitbegründer der Initiative für eine Vereinigte Linke; Revital Madar, Hebrew University of Jerusalem und fellow member of Minerva Humanities Center; Ina Messer, Neues Forum Berlin; Ökumenisches Zentrum für Umwelt-, Friedens- und Eine-Welt-Arbeit; Fanny Reisin, Internationale Liga für Menschenrechte; Eberhard Schultz, Vorsitzender der Eberhard-Schultz-Stiftung für soziale Menschenrechte und Partizipation und Vorstandsmitglied der Internationalen Liga für Menschenrechte; Sprecher/innenrat des Bundesarbeitskreises gerechter Frieden in Nahost der Partei DIE LINKE; Gisela Siebourg, Wiltrud Rösch-Metzler, pax christi Nahostkommission; Ingrid Rumpf, Flüchtlingskinder im Libanon e.V.; Willi van Miert; Sylvianne Tabaschnik, ISO Berlin; Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen e.V.; Prof. em. Moshe Zuckermann, Soziologe, Historiker, Universität Tel Aviv.

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Frankreich im April 2019. Der Protest der Bewegung der Gelbwesten dauert an!

Wann: 17. April, 18 Uhr

Wo: Haus der Demokratie- und Menschenrechte, Robert-Havemann-Saal, Greifswalderstr. 4

Die Gelbwesten haben mit ihrem langandauernden sozialen Ungehorsam und ihren überraschenden Aktionen das Macron Regime verunsichert und den Polarisierungsprozess der französischen Gesellschaft vorangetrieben. Trotz brutaler Polizeigewalt, schwerster Verletzungen und verschärfter Kriminalisierung lassen die Gelbwesten nicht locker. Sie sind immer noch sichtbar und handlungsfähig. Inzwischen hat sich das Spektrum der politischen und sozialen Bewegungen erweitert: Die Frauenbewegung, die ökologische und die militante Gewerkschaftsbewegung stehen nicht mehr abseits. Auf der anderen Seite formiert sich die Macronie mehr und mehr zu einem autoritären Neoliberalismus, zu einer Demokratur. Gleichzeitig aber entfaltet sich der Demokratisierungsprozess in allen Bereichen der Gesellschaft.

Was wir in Deutschland kaum zur Kenntnis nehmen: Seit Wochen demonstrieren Zehntausende Algerier auch gegen „die Macht“ und für ein anderes politisches System; der Rücktritt von Präsident Bouteflika wird sie nicht zurückhalten, die Proteste fortzusetzen. Gibt es vergleichbare Forderungen und Organisationsformen in Frankreich und in Algerien?

Willi Hajek informiert über den neusten Stand der Bewegung in Frankreich.
Lila Boutaiba gibt einige Einblicke in die algerische Bewegung.

Moderation: Renate Hürtgen

Veranstalter: AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West/ Stiftung Haus der Demokratie

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„Was ist los in Frankreich? Woher kommt die Bewegung der Gelbwesten? Und wie wird es weitergehen?“

Was ist los in Frankreich ? Woher kommt die Bewegung der Gelbwesten? Und wie wird es weitergehen? 

Datum: 8.2.2019

Ort: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin, Robert-Havemannsaal,

Zeit: 18 Uhr (Achtung, veränderte Anfangszeit!)

Frankreich wird bewegt von den Gelbwesten, aufgetaucht aus dem Nichts, überraschend für Gewerkschaften, die politischen Parteien und vor allem auch für die Linken. Landesweit mobilisieren sich Menschen gegen die Regierung und ihre Politik für die Reichen. Sie kritisieren in vielfältiger Weise die wachsende soziale Ungerechtigkeit, die Zunahme der Ungleichheit, die  Steuerpolitik zugunsten der Reichen und Superreichen – es gab noch nie soviel Milliardäre in Frankreich – die Korruptheit der politischen Klasse und des politischen Regimes der V. Republik. Viele in der Bewegung wollen den Rücktritt des neuen Sonnenkönigs Macron und eine andere, soziale Republik.

Seit dem 17. November blockieren die Gelbwesten die Zahlstellen an der Autobahn, besetzen Verkehrsknotenpunkte landesweit in Städten und Landkreisen und stören den Ablauf des kapitalistischen Normalbetriebs. Anders wie in den Maitagen 1968, werden die Stätten des Luxus auf den Champs Elysees besucht und  der arrogante und selbstherrliche Präsident beginnt Zugeständnisse an die Bewegung zu machen. Gleichzeitig aber werden die Protestierenden landesweit brutal verfolgt, verletzt, verurteilt und eingeknastet, um sie in die Knie zu zwingen und von weiteren Protestaktionen abzuhalten. Rundum – es formiert sich ein vorher unsichtbares aufständisches Volk, das beginnt, über eine andere Politik nachzudenken.

Wie ist diese Bewegung entstanden? Wer macht mit? Was wollen sie? Was macht die Dynamik dieser Bewegung aus? Diese und andere Fragen wollen wir mit Willi Hajek diskutieren, der uns als Akteur und Zeitzeuge einen Situationsbericht aus dem Land des Aufruhrs geben kann.

Willi Hajek, Marseille (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West)

Moderation: Renate Hürtgen (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West)

Wir zeigen „Die Versammlung der Versammlung“, ein 6-min.-Video über eine Versammlung der Gelbwesten in Commercy

Veranstalter: AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West und Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

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Der Film stellt oberschlesische Arbeiter vor, die im Spanischen Bürgerkrieg gegen die Faschisten unter General Franco kämpften. Sie waren unterschiedlicher Weltanschauung, kamen aus unterschiedlichen politischen Formationen der Linken, ob als Anarchisten, Kommunisten oder Sozialisten. Und sie waren verschiedener Nationalität. Über sie und ihre Kämpfe an den verschiedenen Fronten des Spanischen Bürgerkriegs berichtet der Film.

Der Filmemacher Dariusz Zalega aus Katowice will – wie bereits in seinem ersten Film  „Rebellisches Schlesien“ – auch in seinem neuen Werk zeigen, dass die Arbeiter als Klasse und  nicht als Nation verbunden waren und über nationale Unterschiede hinweg gegen den Faschismus handelten. Der Film zeigt aber auch die dramatische Situation, die mit der  Unterstützung Francos durch den Faschismus in Deutschland und Italien, durch die „Nichteinmischung“ der „westlichen Demokratien,“ aber auch durch den mörderischen Einfluss Stalins entstanden war.

Auch mit seinem zweiten Film gelingt es Dariusz Zalega, mit einem Blick in die Geschichte  ein deutliches Zeichen  internationaler Solidarität der Arbeitenden gegen den Nationalismus der Gegenwart zu setzen.

Im Anschluss an den Film:

Diskussion mit dem Autor und Regisseur Dariusz Zalega aus Katowice über „Oberschlesische Arbeiter – geeint als Klasse wider die nationalistischen Tendenzen“

Moderation: Bernd Gehrke (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West)

Übersetzung: Norbert Kollenda („Sozialistische Zeitung“, Attac Berlin)

Eine Veranstaltung des AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West, unterstützt von der Gruppe Arbeiterpolitik, Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (Berlin), Internationale Sozialistische Organisation (Berlin)

Gefördert von der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt

Eintritt: 6,-; Studis: 5,-; Hartz IV: 4,- Euro

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Emanzipation braucht Geschichte

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